Dachdämmung: Der Gebäude-
abschluss nach oben

Ein Mann verlegt Dämmmatten aus Mineralwolle im Dach zwischen den Sparren (Zwischensparrendämmung).

Dachdämmung - Was ist das?

Dachdämmung umfasst das Anbringen von Dämmmaterialien am Dach oder auf dem Dachboden, um Heizkosten zu senken und das Raumklima zu verbessern. Durch manche Arten der Dachdämmung kann das Dachgeschoss ausgebaut und für Wohnzwecke genutzt werden.

Für wen eignet sich eine Dachdämmung?

Dachdämmung eignet sich für alle Hausbesitzer, die ihre Heizkosten senken, den Wohnkomfort erhöhen und gleichzeitig zum Umweltschutz beitragen möchten. Zusätzlich verbessert die Dachdämmung häufig auch den Schallschutz.

Häuserreihe bestehend aus mehreren Altbauten nebeneinander in Deutschland.

Vorteile der Dachdämmung

Icon Haus

Kosten sparen

Durch die Dachdämmung wird weniger Heizenergie benötigt, Du kannst die Heizung runter drehen und sparst Geld.

Icon Sonne und Schneeflocke

Raumklima verbessern

Ein gut gedämmtes Dach sorgt für ein gleichmäßiges und angenehmes Raumklima: im Winter warm und im Sommer kühl.

Icon Welt

CO2-Fußabdruck senken

Durch die Reduzierung des Energiebedarfs trägt die Dachdämmung effektiv zum Klimaschutz bei.

Welche Dachdämmungen ist die richtige für Dich?

Dachbodendämmung

Auch bekannt als Dämmung der obersten Geschossdecke. Besonders kostengünstige Option. Begehbare und nicht-begehbare Umsetzung möglich.

Zwischensparrendämmung

Dämmung für Steildächer, bei der Dämmstoff zwischen den Sparren eingebracht wird. Besonders für Dachgeschossausbauten geeignet.

Flachdachdämmung

Dämmung für Dächer mit geringer Neigung. Unterschiedliche Lösungen für Kaltdächer und Warmdächer.

Drempeldämmung

Dämmung der Abseiten in einem ausgebauten Dachgeschoss. Reduziert große Wärmebrücken an den Seiten des Daches.

Wie läuft eine Dachdämmung mit
WirDämmenDeinHaus.com ab?

Icon Schritt 1

Schritt 2

Persönliche Beratung vor Ort

Wir kommen bei Dir vorbei und schauen uns Dein Dach im Detail an, nehmen die Maße auf und beraten Dich zu Verfahren und Dämmstoffen. Wir nehmen uns Zeit und beantworten Deine Fragen. Im Anschluss bekommst Du ein verbindliches Angebot.

Icon Schritt 3

Schritt 1

Anfrage stellen

Schick uns einfach Deine Anfrage und wir melden uns innerhalb von 24h bei Dir zurück. Im Telefonat besprechen wir die Details Deiner Dachdämmung und vereinbaren einen Vor-Ort-Termin.

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Schritt 3

Durchführung der Dachdämmung

Wenn Du unser Angebot bestätigt hast, vereinbaren wir einen Termin für die Durchführung meistens innerhalb weniger Tage. Je nach Dämmverfahren führen wir die meisten Dachdämmungen innerhalb eines Tages durch und Du kannst noch am selben Tag die Heizung runter drehen.

Icon Schritt 1

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Durchführung der Dachdämmung

Wenn Du unser Angebot bestätigt hast, vereinbaren wir einen Termin für die Durchführung meistens innerhalb weniger Tage. Je nach Dämmverfahren führen wir die meisten Dachdämmungen innerhalb eines Tages durch und Du kannst noch am selben Tag die Heizung runter drehen.

Was sagen Kunden über die Dachdämmung mit WirDämmenDeinHaus.com?

Dachbodendämmung in Berlin Weißensee bei Familie B.

Eine teilbegehbare Dämmung der obersten Geschossdecke mit dem Einblasdämmstoff Zellulose

„Die Arbeiten dauerten nur einen Tag. Neben dem ausführenden Installationsteam war auch Herr Wolf vor Ort. Wir hatten das Gefühl, dass alle wissen, was zu tun ist und es sich um ein eingespieltes Team handelt.“

Einblasdämmung in Berlin Rahnsdorf bei Herrn Freier

Zufriedener_Kunde_steht_vor_gelben_gedaemmten_zweischaligen_Mauerwerk

„WirDämmenDeinHaus.com hat uns einfach sehr gut und kompetent beraten. Man hat schon an den Fragen und der Besichtigung des Hauses erkannt: Das sind Experten, die sich auskennen. Und der Preis hat auch gestimmt.“

Berechne in nur 3 Minuten, wie viel Energie Du mit einer Dachdämmung einsparen kannst

Warum ist eine Dachdämmung sinnvoll?

Eine Dämmung im Dach oder auf dem Dachboden kann die Kosten signifikant senken, da weniger Heizenergie benötigt wird, um Dein Haus warmzuhalten. Wärme hat die Eigenschaft, nach oben zu steigen. Daher ist die Dachdämmung der wichtigste Schritt, um Wärmeverluste in Wohngebäuden zu minimieren.

Gleichzeitig heizt sich der Dachraum durch Sonneneinstrahlung im Sommer besonders stark auf. Gerade im Hochsommer staut sich im obersten Stockwerk so die Hitze. Wenn Schlafräume unter obersten Geschossdecken liegen, ist die Temperatur für einen erholsamen Schlaf dann häufig deutlich zu hoch. Die Dachdämmung schützt vor Sommerhitze.

Neben der Dämmung der Fassade ist die Dachdämmung somit die erste Wahl bei der Sanierung des Hauses. Je nach Material und Umfang der Arbeiten lässt sie sich oft auch ohne hohe Kosten umsetzen. Denn es muss nicht immer eine aufwändige Aufsparrendämmung mit neuer Dacheindeckung sein.

Welche Varianten der Dachdämmung gibt es?

Um Deine Wohnfläche effizient und kostengünstig nach oben hin zu dämmen, stehen im Dach verschiedene bewährte Dämmvarianten zur Auswahl. Diese Methoden variieren in ihrer Umsetzung, Wirksamkeit und den Kosten.

Dachbodendämmung

Die Dachbodendämmung, oft auch als Dämmung der obersten Geschossdecke bezeichnet, ist eine der effektivsten Varianten, um Energie zu sparen. Eine gängige und preiswerte Methode ist die Einblasdämmung, bei der Dämmstoff in Flockenform auf den Boden aufgeblasen wird. 

Die Effizienz hängt von der Höhe der Dämmschicht ab. Dabei benötigen verschiedene Dämmstoffe unterschiedlich viel Menge, um die gewünschte Energiebilanz im Dachstuhl zu erreichen. Wichtig ist hierbei, keine Hinterlüftung unter der Dämmung zuzulassen, da sonst kalte Luft die Dämmeffizienz beeinträchtigen kann.

Je nach zukünftiger Verwendung des Dachbodens kann zwischen begehbarer, teil-begehbarer oder nicht-begehbarer Umsetzung gewählt werden. Die begehbare Dämmung, die durch druckfeste OSB-Platten realisiert wird, ist ideal, wenn der Dachboden als Lagerfläche genutzt werden soll. Sie ist aber durch den höheren Aufwand auch teurer. 

Die nicht begehbare Variante ist kostengünstiger und schneller umzusetzen, schränkt jedoch die Nutzung des Dachbodens als Stauraum ein. Bei dieser Dämmmethode werden Laufstege für Schornsteinfeger oder Dachdecker zu wichtigen Stellen auf dem Dachboden gebaut. Ansonsten wird der Dämmstoff offen aufgeblasen. 

Bei der teil-begehbaren Dämmung wird das Beste aus den zwei vorherigen Varianten kombiniert. Hierbei bleibt ein Teil unterhalb des Dachstuhls zugänglich, während die restliche Fläche offen aufgeblasen wird, perfekt für große Dachböden, bei denen nur ein Teil für Stauraum verwendet wird.

Zwischensparren-
dämmung

Die Zwischensparrendämmung ist eine effektive Methode für das Steildach, insbesondere wenn das Dachgeschoss bewohnt werden soll. Hierbei wird der Raum zwischen den Dachsparren mit Dämmmaterial gefüllt, häufig durch Einblasdämmung mit Zellulose oder Mineralwolle. Eine Dampfbremse verhindert Feuchtigkeitseintritt von innen, während eine diffusionsoffene Unterspannbahn das Dämmmaterial im Dach vor Feuchteschäden von außen schützt. 

Die Innendämmung mit einer Zwischensparrendämmung ist ideal für intakte Dächer, da die Dacheindeckung unangetastet bleibt und ein Gerüst damit nicht notwendig ist. Bei der Dämmung von außen, oft in Verbindung mit Aufsparrendämmung, wird die Zwischensparrendämmung ergänzt, was eine durchgehende Dämmschicht ermöglicht und die Innenverkleidung unbeeinträchtigt lässt.

Die Aufsparrendämmung, oberhalb der Sparren angebracht, bietet eine wärmebrückenfreie Dämmschicht, ideal für Neubauten oder komplette Dachsanierungen. Untersparrendämmung, unterhalb der Sparren, wird als zusätzliche Schicht zur Zwischensparrendämmung eingesetzt, um die Dämmwirkung zu verstärken.

Diese Kombination von Dämmmethoden maximiert häufig die Energieeffizienz und verbessert den Wärmeschutz des Dachgeschosses.

Flachdachdämmung

Flachdachdämmung bezieht sich auf die Dämmung von Dächern mit bis zu 10 Grad Neigung, häufig anzutreffen bei Bungalows, Mehrfamilienhäusern, Schulen und Büros aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Viele dieser Dächer sind aufgrund früherer Energiestandards schlecht oder gar nicht gedämmt.

Es gibt drei Arten von Flachdächern: Kaltdächer, Warmdächer und Umkehrdächer. Kaltdächer haben eine Luftschicht zwischen Geschossdecke und Dach für Feuchtigkeits- und Hitzetransport, oft mit minimaler oder keiner Dämmung. Die meisten Altbauten haben Kaltdächer. Warmdächer sind einschalige Konstruktionen mit Dämmung zwischen Betondecke und Dachabdichtung, wobei eine dichte Dampfsperre vorhanden sein muss. Umkehrdächer tragen die Dämmung auf der Dachabdichtung, oft geschützt durch Kiesschicht oder Begrünung, ohne Notwendigkeit einer Dampfsperre.

Für die nachträgliche Dachsanierung von Flachdächern eignet sich ebenfalls besonders die Einblasdämmung, da sie eine gleichmäßige Verteilung des Dämmmaterials in schwer zugänglichen Hohlräumen im Dach ermöglicht. Diese Methode ist schnell, kostengünstig und minimiert Lärm und Schmutz. Bei der Kaltdachdämmung kann der Dämmstoff oft über bestehende Luken von innen eingebracht werden, was eine effiziente und unkomplizierte Lösung darstellt. Ist kein Zugang von innen möglich, erfolgt der Zugang von oben über das Dach.

Die Dachdämmung im Flachdach erhöht den Wohnkomfort und reduziert die Kosten für Energie erheblich.

Drempeldämmung

Die Drempeldämmung beschreibt eine Sanierung im Dach, die vorrangig bei Satteldächern mit ausgebauten Dachböden (z.B. für Wohnraum) Anwendung findet. Sie zielt darauf ab, die Übergangsbereiche zwischen Hauptdach und Innenausbau zu dämmen.

Drempelbereiche, auch Abseiten genannt, stellen ein energetisches Problem dar, da sie als ungenutzter Raum oft der Außentemperatur ausgesetzt sind und dadurch die Innenwände auskühlen lassen. Dies führt zu einem erhöhten Heizbedarf und kann Feuchtigkeitsschäden durch Kondensation verursachen.

Die effektivste Lösung bietet auch hier die Einblasdämmung. Sie füllt den ungenutzten Drempelraum fugen- und lückenlos aus, hält die Heizwärme im Haus und die Kälte draußen. Die Dämmung kann bequem von innen erfolgen, indem Klappen geöffnet oder Löcher gebohrt werden. Ist ein Innenzugang nicht möglich oder erwünscht, kann die Dämmung auch von außen durch temporäres Entfernen und späteres Wiedereinsetzen der Dachpfannen durchgeführt werden.

Die Einblasdämmung im Drempel ist zudem einfach in der Installation und weniger fehleranfällig im Vergleich zu anderen Dämmverfahren. Durch die Erhöhung der Oberflächentemperaturen wird das Risiko von Feuchteschäden an der Innenwand deutlich reduziert

Sollte eher der Dachboden oder das Dach gedämmt werden?

Die Entscheidung liegt bei Dir und richtet sich nach den Gegebenheiten in Deinem Haus.

Wenn Du vorhast, Dein Dachgeschoss als Wohnraum zu nutzen, ist die Zwischensparrendämmung im Dach empfehlenswert. Oft stehen jedoch bauliche Beschränkungen oder fehlende Genehmigungen einem Ausbau im Weg. 

Wenn kein Ausbau möglich ist, bietet die Dachbodendämmung eine effektive Alternative. Du erzielst sofortige Energieeinsparungen, Wärmeschutz und bleibst flexibel für einen zukünftigen Dachausbau. Falls der Dachboden ungenutzt bleibt, ist das Dämmen der oberen Geschossdecke deutlich effizienter und kostengünstiger als die komplexere Dachdämmung.

Schematische Darstellung von der zukünftigen Nutzung von Einblasdämmung bei späteren Ausbauprojekten des Dachbodens

Welcher Dämmstoff ist der beste für die Dachdämmung?

Die verschiedenen Dachdämmungen – Dachbodendämmung, Zwischensparrendämmung, Flachdachdämmung und Drempeldämmung – können mit unterschiedlichen Dämmstoffen durchgeführt werden. Jeder Dämmstoff hat spezifische Eigenschaften, der ihn für bestimmte Anwendungen geeignet macht. Ebenso spielen Faktoren wie Schallschutz und Brandverhalten der verwendeten Materialien eine wichtige Rolle. Es gibt daher nicht den einen besten Dämmstoff.

Wir geben Dir eine Übersicht zu den gängigsten Dämmmaterialien für die Dachdämmung und helfen Dir gerne bei der Auswahl des richtigen Dämmstoffs für Dein individuelles Projekt!

DämmstoffWärmeleit-
fähigkeit in W/(mK)
Wärme-
speicher-
fähigkeit in J/(kgK)
Energieeinsatz Herstellung in kWh/m³Brandschutz-
klasse
Zellulose0,040-0,0451.700-2.15050B2 / B1
Steinwolle0,038-0,040840500A1
Glaswolle0,035–0,040840150A1
Hanf0,040-0,0451.30050-80B2
Holzfasern0,038-0,0552.000-2.100560-1.500B2
Expandiertes Polystyrol (EPS)0,035-0,0401.500200-760B1
Polyurethan (PUR)0,020-0,0301.200-1.400800-1.500B2

Was kostet eine Dachdämmung?

Je nach Art der Dachdämmung variieren die Kosten. Wir haben Dir die Kosten in der folgenden Tabelle dargestellt. Alle Preise sind als grobe Richtwerte zu verstehen, denn jedes Dämmprojekt ist individuell:

DachdämmungKosten pro m² in EURKosten für 100 m² Dachfläche in EUR
Zwischensparrendämmungab 75Ab 7500
Flachdachdämmungab 25Ab 2500
Dachbodendämmungab 25Ab 2500
Drempeldämmungab 30Ab 3000

Dachdämmung: Gibt es staatliche Förderung?

Ja, es gibt eine staatliche Förderung von bis zu 20% für die Dachdämmung in Deutschland. Diese Förderungen sind in zwei Hauptkategorien unterteilt: steuerliche Förderung und die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Für eine Förderung muss ein U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) von 0,14 W/(m²K) erreicht werden.

Steuerliche Förderung der Dachdämmung

Seit 2020 können energetische Sanierungen, einschließlich Dachisolierung, in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Dies gilt für Baumaßnahmen, die zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 31. Dezember 2029 abgeschlossen werden, basierend auf §35c EStG.

Im Jahr der Fertigstellung kannst Du 7% der Investitionssumme (bis zu 14.000 Euro) von Deiner Steuerschuld abziehen. In den beiden folgenden Jahren dann 7% und 6%. Voraussetzung ist, dass das gedämmte Haus in Deutschland steht, selbst bewohnt wird und Mindestanforderungen an den U-Wert oder die Wärmeleitfähigkeit erfüllt.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die BEG kombiniert die ehemaligen Förderprogramme der KfW und BAFA. Die Dämmung ist förderfähig, solange sie spezifische Anforderungen der BEG erfüllt. Es werden Fördermittel für Einzelmaßnahmen als auch für umfassende Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus angeboten.

Für detaillierte Informationen zu den Fördermöglichkeiten Deiner Dämmmaßnahmen empfehlen wir, unseren ausführlichen Artikel zum Thema Förderungen zu lesen.

Gibt es eine Dämmpflicht für Dächer?

Ja, durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die Wärmeschutz Norm besteht in bestimmten Fällen eine Dämmpflicht für Dächer. Eigentümer von Gebäuden, die mindestens vier Monate im Jahr auf mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, müssen einen Mindestwärmeschutz sicherstellen. 

Für Flachdächer liegt der maximale U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) bei 0,20 W/(m²K), während er für Spitzdächer bei 0,24 W/(m²K) liegt. Falls technische Schwierigkeiten bei der Dämmung auftreten, wie beispielsweise begrenzter Platz, soll dennoch die bestmögliche Dämmung mit einem Mindestwert der Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m²·K) umgesetzt werden. 

Ausnahmen gelten für Wohngebäude mit höchstens zwei Wohnungen, bei denen der Eigentümer eine Wohnung vor dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat. In diesem Fall entsteht eine Nachrüstpflicht erst nach einem Verkauf. Zudem kann von der Dämmung abgesehen werden, wenn die Kosten die Einsparungen nicht rechtfertigen. Nach einer Renovierung, bei der mindestens 20% des Dachs erneuert werden, greifen die vorgeschriebenen U-Werte ebenfalls.

Wichtig ist, dass ein Verstoß gegen diese Vorgaben ein Bußgeld von bis zu 50.000 EUR nach sich ziehen kann. Ebenso wird eine EU-Sanierungspflicht diskutiert. 

Was ist bei der Dachdämmung im Altbau zu beachten?

Zuerst ist es wichtig, den Zustand des Dachs (Dachstuhl, Dacheindeckung, Sparren sowie bereits vorhandene Dämmstoffe in Form von Zwischensparren- sowie Untersparrendämmung, Aufsparrendämmung) zu überprüfen. Wenn das Dach in schlechtem Zustand ist, sollte eine umfassende Dachsanierung durchgeführt werden. Es ergibt keinen Sinn, ein marodes Dach zu dämmen, das dann in wenigen Jahren komplett erneuert werden muss.

Ist das Dach in gutem Zustand, ist eine nachträgliche Sanierung häufig möglich. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist eine geeignete Unterspannbahn. Diese Folie leitet Feuchtigkeit effektiv nach draußen (diffusionsoffen) und schützt die Dämmung vor Feuchtigkeit von außen. Sie verhindert Feuchtigkeitsansammlung und Schimmelbildung im Dachraum. Ist die Unterspannbahn diffusionsgeschlossen, muss sie ausgetauscht werden. Ein Dach ohne Unterspannbahn kann ebenfalls nachträglich gedämmt werden. Hierfür muss jedoch zuerst eine Unterspannbahn nachträglich eingebracht werden. Alternativ zur nachträglichen Verlegung einer diffusionsoffnenen Unterspannbahn gibt es die Möglichkeit eine Holzweichfaserplatte zu nutzen, um so eine Hinterlüftungsebene zwischen Dämmung und Dachziegel zu bilden. Die nachträglich Dämmung eines Dachs ohne Unterspannbahn sollte unbedingt von einem geeigneten Fachbetrieb durchgeführt werden. Bei Fragen beraten wir dich gerne persönlich.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Prüfung der Dachsparren. Um die vorgeschriebenen Dämmwerte zu erreichen, müssen Sparren häufig aufgedoppelt, also vergrößert werden. Dies ist vor allem der Fall, wenn die Sanierung förderfähig sein soll. Die Aufdopplung der Balken ist dabei mit der nutzbaren Höhe im Dachraum abzuwägen.

Eine sorgfältige Planung und professionelle Umsetzung sind für eine erfolgreiche Dachsanierung im Altbau unerlässlich. Es empfiehlt sich, Fachleute für eine umfassende Beratung über Dämmstoffe, Kosten und das Dämmen hinzuzuziehen. 

Ist eine Dachdämmung von innen möglich, oder muss die Dachdämmung von außen erfolgen?

Ob eine Dachdämmung von innen möglich ist oder von außen erfolgen muss, hängt vom Dämmverfahren und der Dachkonstruktion ab.

Die Dachdämmung des Bodens wird immer von innen umgesetzt; das gilt für nicht-begehbare, teil-begehbare und begehbare Dämmungen der obersten Geschossdecke. Bei einem Flachdach entscheidet der Zugang über die Dämmungsart. Wenn Du mehr zur Flachdachdämmung erfahren willst, dann schau gerne bei unserem Beitrag vorbei: Flachdach dämmen – eine allumfassende Übersicht.

Bei einem Steildach ist eine Zwischensparrendämmung oft von innen möglich, vorausgesetzt, es existiert eine geeignete Unterspannbahn. Bei einer Dachsanierung wird die Zwischensparrendämmung häufig von außen ausgeführt.

Auch der Drempel wird typischerweise von innen gedämmt. Die Wahl zwischen Innen- oder Außendämmung ist also abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Daches, der gewählten Dämmtechnik und den Kosten, die man bereit ist für die unterschiedlichen Dämmarten zu zahlen.

Was ist der typische Aufbau einer Dachdämmung?

Beim Aufbau einer Dachdämmung unterscheidet man grundsätzlich zwischen Spitzdach und Flachdach, da beide Dachformen unterschiedliche Konstruktionen und Anforderungen aufweisen.

Aufbau einer Spitzdach-Dämmung

Bei einem Spitzdach beginnt der typische Aufbau von außen mit den Dachziegeln. Darunter befindet sich die Lattung, die die Ziegel trägt. Unter der Lattung wird eine Unterspannbahn angebracht, die als zusätzlicher Schutz gegen Feuchtigkeit dient und gleichzeitig diffusionsoffen ist, um einen Feuchtigkeitsausgleich zu ermöglichen. Die Dämmung, häufig als Zwischensparrendämmung ausgeführt, kommt direkt unter die Unterspannbahn. Um das Eindringen von Feuchtigkeit aus dem Wohnraum in die Dämmung zu verhindern, folgt dann eine Dampfbremse. Eine zweite Lattung wird häufig für den Innenausbau angebracht, um zum Beispiel Gipskartonplatten für die Innenverkleidung zu befestigen.

Aufbau einer Spitzdachdämmung

Aufbau einer Flachdach-Dämmung (Kaltdach)

Der Großteil der Flachdächer in Deutschland sind sogenannte Kaltdächer. Bei einem Kaltdach beginnt der Aufbau oben mit einer Bitumen-Schicht zur Abdichtung. Darunter befindet sich die Holzschalung, die das Dach trägt. Eine wichtige Komponente ist die Hinterlüftungsschicht, die für einen Feuchtigkeitsausgleich sorgt und die Dachkonstruktion vor Feuchtigkeitsschäden schützt. Die Dämmung liegt unterhalb der Hinterlüftung und liegt direkt auf der obersten Geschossdecke auf.

Der schematische Aufbau eines Kaltdachs

Bei beiden Dacharten ist es wichtig, den Aufbau, die Materialauswahl und Verarbeitung aufeinander abzustimmen, um optimale Dämmwerte zu erreichen.

Kann man eine Dachdämmung selber machen?

Eine Dachdämmung sollte immer von Experten vorgenommen werden. Professionelle Dachdämmung garantiert nicht nur korrekte Ausführung, die zu besseren Dämmwerten führt, sondern ist auch Voraussetzung für eine Förderung. Zudem minimiert die fachgerechte Dämmung durch Experten das Risiko von Bauschäden.

Bei der Dachbodendämmung besteht zwar die Möglichkeit, diese mit Dämmplatten oder Dämmmatten in Eigenregie durchzuführen. Allerdings ist in vielen Fällen eine professionell ausgeführte Einblasdämmung die günstigere und effektivere Lösung.

Wie dick sollte eine Dachdämmung ausgeführt werden?

Die Dicke der Dachdämmung ist ein entscheidender Faktor für ihre Effizienz. Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie gut eine Baukonstruktion Wärme isoliert. Der U-Wert ist eine Kombination aus Dämmstoff und Dicke der Dachdämmung. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Dämmleistung. Generell gilt: Je dicker die Dämmung, desto besser ist die Dämmwirkung.

Um von Förderungen zu profitieren, ist wie oben beschrieben, ein U-Wert von 0,14 W/(m²K) erforderlich. Dieser Wert wird erreicht, indem das Dämmmaterial dicker aufgebracht wird. Die erforderliche Dämmstoffdicke variiert je nach Art des Dämmstoffs und der spezifischen Deckenkonstruktion im Haus.

Als grobe Faustregel lässt sich jedoch festhalten, dass für eine förderfähige Konstruktion im Dach ca. 30 cm Dämmdicke erreicht werden müssen, mehr hier in unserem Artikel zur Dämmstoffdicke und Förderung.

Zusammenfassung zur Dachdämmung

Die Dachdämmung spielt eine entscheidende Rolle bei der Energieeffizienz. Durch die Dämmung wird im Winter die Wärme im Haus gehalten und im Sommer das Aufheizen des Dachraums reduziert.

Bei der Entscheidung, ob der Dachboden oder das Dach gedämmt werden soll, steht die geplante Nutzung im Vordergrund. Die Sparrendämmung ist ideal für bewohnte Dachgeschosse und Dachausbauten, die Wohnraum schaffen. Wenn ein Ausbau nicht möglich oder gewünscht ist, bietet die Dachbodendämmung eine schnelle und kosteneffiziente Lösung, die sofortige Energieeinsparungen ermöglicht und flexibel bei späteren Ausbauten ist.

Staatliche Förderungen bieten finanzielle Unterstützung für Dachdämmungen von bis zu 20 % der Kosten. Dazu zählen die Förderung über die Steuererklärung und die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Das Gebäudeenergiegesetz setzt Mindeststandards für den Wärmeschutz fest und verpflichtet Eigentümer unter bestimmten Bedingungen zur Dämmung. Bei Verstößen kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 EUR drohen.

Zusammenfassend ist die Dachdämmung ein sehr guter Schritt, um Dein Haus energieeffizienter, komfortabler und klimafreundlicher zu gestalten. Mit unserer Expertise helfen wir Dir, das optimale Dämmverfahren für Dein Dach zu finden und umzusetzen.

Gründer von WirDaemmenDeinHaus.com

Tim Wolf

Autor

Hi, ich bin Tim, der Gründer von WirDämmenDeinHaus.com. Ich teile hier mein Expertenwissen im Bereich Einblasdämmung und Häuserdämmung allgemein. Wenn du Fragen hast melde Dich gerne bei mir.